Arte-Themenabend: P.Brice, man nannte ihn Winnetou

Alles zum Thema Karl May, Pierre Brice, etc, was nicht direkt mit Lex zu tun hat

Beitragvon Julia » 27.12.2007, 14:06

Naja, ich war nicht so begeister von der Doku, ich hab mich zwar über die schönen, wenigen Aufnahmen von Lex gefreut und fand es schön, mal seinen Sohn "live" zu sehen (Ja, er ist "etwas" molliger :mrgreen: ) aber... ich fand, dass ziemlich viele Fehler waren und Pierre Brice auch ein bisschen "hochgejubelt" wurde, aber das ist ja nur meine Meinung :roll:
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Beitragvon Sonja » 27.12.2007, 16:15

Ich fand die Doku auch nicht besonders. Das einzig schöne war, Christopher mal wieder im TV zu sehen. Schade nur, dass er englisch sprach, wo er doch auch perfekt deutsch spricht. Wir können nur auf
die Lex-Doku in anderthalb Jahren warten, vielleicht ist die besser gemacht.
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Beitragvon guenni » 27.12.2007, 17:54

Also Christiane Krüger war die Kollegin von Pierre Brice in dem Fantasiefilm, von dem ja einige Ausschnitte gezeigt wurden. Im gesamten hat mir der Film sehr gefallen. Er sollte ja nun den Weg von Pierre Brice erzählen und das hat er getan. Er war auch mit der nötigen Kritik ausgestattet, was zum beispiel die tragische und zugleich erfolgreiche Kariere des Herrn Brice angeht. Nur festgelegt zu sein auf eine einzigen Figur ist schon tragisch. Lex Barker hatte ja nun auch damit zu kämpfen, nach seinen Tarzan Filmen. Das dort nur wenige seiner Kollegen zu Wort gekommen sind liegt wohl auch an der Zeit die solch ein Film haben darf, um in ein Programmschema zu passen. So weit so gut, wenn Ich mir den Streifen noch einige male angesehen habe und auch die Zwischentöne der Kolleginnen und Kollegen angesehen und gehört habe, werde ich vielleicht noch was zu sagen haben. Was mir jetzt schon aufgefallen ist, Michael Petzel und Mario Adorf haben nicht nur gelobt.
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Beitragvon guenni » 27.12.2007, 17:56

Sonja hat geschrieben:Wir können nur auf
die Lex-Doku in anderthalb Jahren warten, vielleicht ist die besser gemacht.


Und lässt nicht an der nötigen Kritik vermissen!!!!!!!!
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Beitragvon guenni » 27.12.2007, 18:11

Bohaaa, das hätte ich auch gut zusammen fassen können!
Erst einmal finde ich es schon erstaunlich das in einem Personengebundenen Forum noch Platz für eine andere Person des öffentlichen Lebens ist!! Ich bin kein P.B.Fan, wundere mich aber doch, das in einigen Karl May Foren das Tema P.B. und der Themenabend kaum oder überhaupt keine Beachtung finden. Um so erfreuter bin ich das es hier geschieht. Das Jetzt Christopher Barker nicht Deutsch spricht. Nun vielleicht ist er dem Englischen näher, was ich verstehen könnte.
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Beitragvon Julia » 27.12.2007, 18:38

Wie gesagt, der Film war nicht schlecht, aber ich fande doch, das negative Aspekte und Kritik doch eher beschönigt wurden

Pierre Brice als (ungefähr) den gesuchten Star bei "Der Schatz im Silbersee" zu bezeichnen fand ich doch etwas übertrieben, im Vorspann als letztes genannt, wenig Text, wenige Auftritte... die Hauptrollen hatten eindeutig Lex, G. George und H. Lohm. Auch in WI war Lex immer noch der Star, erst im Laufe der Reihe gewann Pierre seinen "Winnetou" Status.
Und wie Angelika mal sagte, ging Pierre neben Lex und den anderen bei den ersten Premieren beinah unter, wie kann er dann davon sprechen, sich eine Polizeiuniform (?) leihen zu müssen um rein zu kommen? Fand ich doch etwas komisch :roll:
Und die Kritik, wie gesagt, etwas schöngeredet, aber durchaus vorhanden.
Daher: keine schlechte Doku, aber man hätte es besser machen können,
vor allem nicht so viele Fehler reinbringen. Ich möchte mal nur einen nennen: Petzel (?) zeigt als Datum der Premiere von SiSs das Jahr 1963, wo es doch, wie der Sprecher doch nachher 62 nennt, was doch auch wohl richtig ist, oder?

@Guenni
Natürlich sprechen wir auch über etwas anderes als Lex :mrgreen:
Sonst hätten wir ja keine Rubrik Karl May, die auch gut besucht ist, auch wenn viele bestimmt die Doku nur geguckt haben um zu sehen, ob Lex auftaucht. Außerdem: Diskutieren ist immer schön, egal wo drüber, kennst doch uns Damen :wink:
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Beitragvon guenni » 27.12.2007, 19:33

Ja nun ein Star wurde gesucht, denke ich nur an Dracula. Das er dann in seiner Rolle im Silbersee nicht in den Vordergrund gerückt ist, lag mit Sicherheit an dem Star Lex Barker .
Ob die Macher es auf einen Star Pierre Brice abgesehen hatten, kann ich nicht sagen. Ich finde die Szene im Silbersee bezeichnend, in der die Utahs mit Old Shatterhand an der Spitze den Hang hinauf reiten. Da ist Winnetou im 2. Glied. Was sagt Petzel ( verzeihen wir ihm das falsche Datum ) zu den Schauspielerischen Leistungen von P.B. Sinngemäß "Er war in den Sachen gut die er nicht machte".
Das hinterher kaum ein Karl May Film ohne Winnetou im Namen in die Kinos kam, liegt vielleicht an den sparsamen Auftreten Winnetous. Er konnte nicht viel Verkehrt machen. Die Rolle brauchte genau das Profil.
Was noch zu erwähnen ist, auch Lex Barker war so nicht eingeplant. Den jugendlichen Helden konnte er nun nicht mehr geben. Das machte Götz George und auch noch verdammt gut, auch wenn er an diese Filme nicht mehr so gerne erinnert wird. Bei allen Filmen mit Barker oder Granger, die jugendliche Rolle spielten die beiden nicht. Obwohl May seinen Old Shatterhand als jung und dynamisch beschrieben hatte.
Aber die Zuschauer akzeptierten das, als sie erst einmal sich damit abgefunden hatten, das die Filme wenig mit May´s Büchern zu tun hatten. Da war der Gedanke einen nicht mehr so taufrischen Old Shatterhand zu haben, keine Überwindung. So fügten sich die Akteure in ihre Rollen und in den Rummel um sie herum. Dabei werden in der Erinnerung auch einmal Polizeiuniformen angezogen oder es kommen Dinge zu Tage die sich schön gesprochen werden. Um das zu verstehen braucht man nur einmal das Buch "Winnetou und Ich" zur Hand zu nehmen. Der Lex Barker Fan hat es da etwas einfacher, der Star ist tot. Alles was über ihn gesagt und geschrieben wurde steht festgemauert in ihrem Wunschbild, nur so kann er gewesen sein, so und nicht anders. Sie brauchen auch keine Angst zu haben das ihr Held langsam etwas eigenartig im Kopf wird. Sie müssen nie die Angst haben das noch irgend etwas unangenehmes zu Tage kommt. Das Leben von Lex Barker ist in unzähligen Seiten aufgearbeitet worden. Man kann nur noch an den Lippen von Christopher hängen um eventuell noch was neues zu erfahren.
Und der wird sich hüten an dem Sockel seines Vaters zu rütteln, warum auch. Pierre Brice Fans haben es da etwas schwerer!
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Beitragvon Julia » 27.12.2007, 19:49

Nun, wenn es so wenige Neuigkeiten geben würde und das "Wunschbild" so gefestigt ist, dann wundert es mich, dass eine Biographie noch einmal neu aufgelegt wird :roll:

Außerdem: So alt war Lex ja nun auch nicht im ersten Film :wink:
Aber du hast recht: Was Götz George in dem Film leistet ist schon beeindruckend, vor allem, da er alle Stunts selber gemacht hat.
Ich fand es nur schade, dass Leute wie er nicht zu Wort kamen, hat er doch selbst 3 Mal mit Pierre zusammen gespielt, oder auch Karin Dor, Ralf Wolter oder Eddi Arent. Das hätte es ein wenig vielseitiger gemacht
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Beitragvon Patricia » 27.12.2007, 20:37

Ich fand die Doku eher mittelmäßig.Etwas trocken muss ich sagen.Aber naja.
Aber es hat mich schon gefreut,dass Christopher mehrmals zu Wort kam!Und die Tatsache,dass er englisch und nicht deutsch gesprochen hat: vielleicht,weil Arte ja ein französischer Sender ist?Habe ich mir jedenfalls so gedacht.Denn Piere und Marie können ja auch deutsch sprechen.Schön fand ich auch,dass Rik Battaglia mal wieder vertreten war!
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Beitragvon Reiner » 27.12.2007, 20:53

Noch vor 3-4 Jahren hätte ich nie gedacht, dass es mal eine Doku über Pierre Brice gäbe. Nun gab es eine, und sie war sicherlich gut gemacht. Brachte auch unbekanntere Bilder mit sich. Na ja, stellenweise wurde die Geschichte ein bißchen glatt geschrieben, die u.a. doch vorhandenen Probleme mit Stewart Granger ausgeblendet...
Insgesamt aber eine lohnenswerte Aufarbeitung eines Kapitels europäischer Filmgeschichte.
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Beitragvon Julia » 27.12.2007, 21:02

Steward Granger als "alternde Hollywoodlegende" zu bezeichnen, die noch einmal Aufschwung neben Pierre sucht (ungefährer Wortlaut), fand ich in diesem Zusammenhang auch... nunja... :roll:
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Beitragvon Hans » 28.12.2007, 02:59

*del* wg. war oben schon erledigt
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Beitragvon Angelika » 28.12.2007, 03:08

Danke,
@Hans
für Deine Information, aber das mit der Christiane Krüger und der Weltraumserie, darüber hat mich hier schon etwas früher als Du der guenni aufgeklärt, wie Du ja nun selbst festgestellt hast ... ich bekam also meinen "Rüffler", mein "Fett", schon weg ... :mrgreen:
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Beitragvon Inspektor Higgins » 28.12.2007, 12:36

Ich bin auch kein wirklicher Pierre Brice Fan. Es kamen einfach zu wenige Weg gefährten zu Wort. Sehr gut waren dann aber wieder die kurzen Blicke hinter die Kulissen der Verleihungen, Dreharbeiten etc.
Mfg
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Beitragvon guenni » 28.12.2007, 14:28

Julia hat geschrieben:Steward Granger als "alternde Hollywoodlegende" zu bezeichnen, die noch einmal Aufschwung neben Pierre sucht (ungefährer Wortlaut), fand ich in diesem Zusammenhang auch... nunja... :roll:


Ja aber es stimmt schon, Granger bekam genau wie Lex Barker in Hollywood keinen Fuß auf die Erde. Seine Finanziellen Verpflichtungen ( er hatte sich eine Ranch gekauft ) zwangen ihn zu einer Lösung. Die hieß Europa, genauer Rom. Hier waren schon alle die Stars aus den USA oder Europa versammelt die schon irgenwie Ausgemustert waren. Aus diesem Fundus bedienten sich Brauner und Wendlandt um ihre Filme mit Internationalen Namen zu schmücken. Barker, Granger, Cameron, Madison oder Steel sie alle Parkten in Rom und warteten auf Angebote. Für Barker und Brice die ja auch in Rom beschäftigt wurden, hatte es sich gelohnt. Lex Barker der sich schon einmal mit Tarzan die Serienfinger verbrannt hatte war es einen Lehre er stieg auch bei Karl May aus, um nicht der ewige Old Shatterhand zu sein. Eine richtige Endscheidung, nur die Angebote waren ja nicht die Dollsten, leider. Granger hat es nicht weiter geschafft, nach und nach musste er seine Immobilien mit denen er sogar als Betrüger in die Presse gekommen war verkaufen. Noch einen internationalen Auftritt bei den Wildgänsen das war es.
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